Kelvin:

Wir sind am Abend vom Samstag, dem 18. Oktober, in Tourbole angekommen, wo wir erstmal mit den anderen Teams, die schon da waren, den Hänger abgeladen haben. Am nächsten Tag haben wir uns früh getroffen, um die Boote aufzubauen und vormittags auch noch Segeln zu gehen aber es war sehr wenig Wind.

Wir hatten mehrere neue Teams oder Team Zusammenstellungen: Maxi und Buddel, Fiona und Filipa, Alex und Flora, Jaro und Charlett und Viktor und Kelvin. Das einzige Team, dass schon etwas länger bestand waren Nicki und Theo, die aber erst seit ein paar Monaten zusammen segeln.

Foto: Raila Busch

Am Nachmittag war entgegen allen Erwartungen eine sehr starke Ora, die in Böen bis zu 25 kn erreichte. Am Nachmittag haben wir uns deshalb erstmal bemüht, dass wir möglichst kenterfrei über den See kommen und es war sehr gut, um Schotarbeit zu lernen.

Am nächsten Tag haben wir uns um 9 Uhr im Hafen getroffen. Leider hatten wir keinen starken Vento und durch sehr tiefe Wolken und keine Sonne hatten wir auch kaum Ora. Das zog sich auch in den nächsten Vormittag so, weshalb wir viel Leichtwindtraining hatten. Dabei haben wir auf’s Anfahren und Fahrtechnik geachtet. Nachmittags war erst gar kein Wind, weil die Ora erst sehr spät einsetzte, und deshalb machten wir eine Übung, bei der es darum ging, dass wir ohne Ruder segeln sollten, was auf der Kreuz relativ einfach, aber der Downwind war ohne Ruder sehr schwierig, da das Boot sehr leicht angeluvt hat und man das Boot selbst aus dem Trapez nicht immer wieder gerade gezogen bekommen hat oder das Boot dann direkt eine Halse gefahren ist. Es wurde zunehmend schwieriger, weil der Wind doch noch zunahm, aber es wahr sehr gut um das Segeln mit Bootslage zu lernen.

Am vierten Tag hatten wir drei Ausfälle: Viktor war sehr krank, Jaro bekam Windpocken und Karl ist im Hafen auf seinen Arm gefallen. An diesem Tag war sehr starker Wind, sodass wir nur eine Einheit gemacht haben, in der wir uns hauptsächlich auf das Abfallen für das Genni-Set konzentriert haben. Das klappte im Verlauf des Tages immer besser aber der Wind ging auch langsam runter.

Den Tag darauf ging es Viktor wieder besser, aber Karl sollte seinen Arm noch schonen, deswegen haben Karl und Lukas an dem Tag das zweite Motorboot belegt. Da aber an dem Tag Jaros Steuerfrau angekommen ist, segelte Martin an dem Tag mit ihr. Am Anfang war für die meisten Teams ungefähr Designwind weshalb wir uns an dem Tag auf Amwind-Technik konzentriert haben. Am Nachmittag haben wir Bootsarbeit gemacht, weil jeder irgendwelche Probleme hatte und keine Ora kam.

Freitag war der letzte Tag vor der Regatta. Wir konnten ausschlafen und sind uns dann anmelden gegangen. Nachmittags haben wir eine Einheit gemacht, bei der wir anfangs guten Wind hatten, der aber auch am späten Nachmittag schnell runter ging. Hier haben wir dafür gesorgt, dass wir unsere Regattasegel einsegeln und uns mit dem Trimm dieser Segel vertraut zu machen.

Foto: Raila Busch

Theo:

Auch für mich war es ein cooles Trainingslager, wo ich viel gelernt habe. Die Tage mit viel Wind haben mir am meisten gebracht da ich schon oft bei wenig und Designwind gesegelt bin aber eher selten bei starkem Wind. Die langen Trainingseinheiten waren am Anfang sehr ungewohnt, was aber an manchen Tagen nicht schlimm war.

In der angesprochenen Regatta haben Nicki und ich Startschwierigkeiten gehabt, da ich mich am zweiten Tag in der Gruppenphase verletzt habe, diese Verletzung führte auch dazu das ich den nächsten Tag ebenfalls nicht mitsegeln konnte. Dafür liefen die zwei letzten Regattatage gut und ich habe mehr Gefühl für das Regattasegeln bekommen.