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Und wieder ging es nach Potsdam, um auf diesem kleinen charmanten schwierig zu segelndem Tiefen See am Park Babelsberg bei unserem Saison Halali der „Teamwork“ dabei zu sein. Die Grünkohlregatta in Schwerin müssen wir leider ausfallen lassen, da an dem Tag ein ganz wichtiger Termin im Kalender steht, IDOLS 70. Da dürfen wir verständlicherweise nicht fehlen.

Bei der Hinfahrt wurden Erinnerungen wach, denn wir hatten genau vor einem Jahr vor dem Herbstpokal unseren Dietmar zu Grabe getragen und sind dann von Laage aus nach Potsdam gefahren. Dieses Mal machten wir wieder eine Sternfahrt. Idol, Gutschi mit dem Kutter im Schlepp und ich (Carsten) waren schon am Vormittag bzw. um die Mittagszeit losgefahren. Später sollte Tüdel zu uns stoßen und am nächsten Morgen Walter nach getaner Arbeit für seine Teterower Schildbürger und Ellen aus Berlin, eine Freundin von Katja, die über Segelerfahrung sowohl im Kutter als auch auf Dickschiffen verfügt und Inhaber des Sportbooführerscheines See ist. Markus hat uns ja bekanntlich in Richtung Schweiz verlassen und konnte nicht dabei sein. Hansi muss sich zu Hause seinen Bauarbeiten und ständigen weiteren Bauüberraschungen und bauverlängernden Maßnahmen stellen, wenn er nicht Weihnachten untern Boskoopbaum feiern will (da wird ihm die Ingrid wohl sein Bett vor die Tür stellen). Aber auch Toni Gyra hatte Gutschi zugesagt. Wir waren dann aber doch etwas skeptisch als die „Endeavour“ auf den Hof rollte, und siehe da, es hatte tatsächlich in der Kommunikationskette über die vielgerühmten sozialen Netzwerken eine Panne gegeben. Nach den Handyanalysen war klar, der Fehler lag bei Toni, Gutschi war rehabilitiert. Aber hat Toni eigentlich einen ausgegeben??? Ellen mit den drei Vornamenbuchstaben hat dann letztlich unsere Crew gerettet. Danke!

Ja, Face to Face, Eye in Eye, Mouth to Mouth and Ear to Ear sind doch besser als all dieser moderne Schnick Schnack. Ich kann da gerade mehrere Lieder singen, weil ich von einem raffinierten Anbieter zu einem anderen raffinierten Anbieter wechseln will, eigentlich dürfte man denen gar nicht mehr verfallen. Aber dann ist man wohl out, wenn man wieder Briefe schreibt und über das Festnetz anruft, von Trommeln und Rauchzeichen wollen wir mal lieber nicht reden,  dann ist man wohl ganz und gar von Gestern…ähmm aus der Lutherzeit natürlich.

Der Potsdamer Seesportclub empfing uns mit seinem nostalgischen Ostcharme. Es wird seit geraumer Zeit nichts mehr investiert, da man ihnen das Gelände, ohne bisher äquivalenten Ersatz anzubieten, streitig machen will. Die Madels und Jungens dort im Potsdamer Seesportclub machen eine bombastische Arbeit, ihr lieben Lokalpolitiker und meinetwegen auch andere. Schaut euch das an und helft denen sonst macht ihr ein Stück gute Arbeit kaputt, in Zeiten wo es ohnehin schwer ist die Kinder-und Jugendlichen aus der medialen Umarmung herauszureißen. Ihr tragt eine hohe Verantwortung oder sollen wir Kutterleute aus ganz Deutschland eine Sternfahrt mit unseren Kuttern nach Potsdam machen, wie es des Öfteren die Treckerfahrer in Brüssel tun, um euch eure Verantwortung vor Augen zu führen. Eine Kuttersternfahrt an einem Freitag nach Potsdam und entsprechenden Reifenpannen auf allen relevanten Kreuzungen, welch ein Zufall, wären doch eine tolle Unterstützungsgeste für eine gute Sache. Oder? Wir hoffen nicht, dass es dazu kommen muss. Die Lösung ist nicht einfach, aber wenn es einfach wäre, könnte der Klub das ja auch alleine. Ja „schaun mer mal“, wie der Fußballkaiser zu sagen pflegt - im Sinne des letzten Preußenkaisers wäre das sowieso nicht. Denn dem hätte der Seesport das Herz erwärmt. Also denkt auch hier an eure historische Verantwortung, ihr von der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten in Potsdam, und ihr, die ihr die beaufsichtigt und Steuergelder für selbige bereitstellt, übrigens auch deine und meine, denn Bundesmittel fließen da auch rein!!!

So waren wir, die Vorhut, dann frühzeitig in Potsdam. Es war im Übrigen ein schöner Herbsttag. Wir steckten unseren Claim ab und kranten den Kutter, nein wir slippten ihn vom Trailer, da der Wasserstand, wie überall in diesem Jahr, bekanntlich sehr hoch ist dank der vielen Wassers von oben. Ja, Wasser ist halt Leben und nicht nur schnöder Regen. Wir suchten uns eine freie Box und riggten den Kutter auf, schlugen die Segel an, deckten alles ab und ließen es uns bei Schmalzfleisch, Speck, Knobi und Bier am Basislager gut gehen. Sozusagen das verspätete Mittagessen. Dann ab in die Bootshalle, die hatten dort lecker Wildschweinwurst auf dem Grill (die schmeckte wirklich phantastisch) und Acki (bürgerlich Joachim Engbers) die graue und segelerfolgreiche Eminenz des Potsdamer SSC spielte Wunschtitel. Er hatte nämlich im vergangenen Jahr den Mund etwas vollgenommen, von wegen: Ich habe jeden Titel! und da haben wir ihn mit ausgefallenen Blues Titeln der Rollenden Steine aus den 60ern aufs Kreuz gelegt. Dieses Mal war er bestens präpariert und er hatte wohl tatsächlich alles, denn wir haben ihn nicht Verlegenheit bringen können! Er hatte sich sein Laptop vom RBB präparieren lassen, wie er uns verriet. In der Halle war es wieder ar..kalt, draußen war es wärmer. So mussten wir uns dann innerlich aufwärmen, in der Super Couch mit Tüdels Rückenwärmer ließ es sich aushalten. Die Kutterknaben aus nah und fern und auch Kutterschild-bürger aus Teterow philosophierten wieder über Gott und die Welt. Alles friedliche Weltverbesserer, die müssten mal hier und da ans Ruder…

So ließen wir den Abend in Gemütlichkeit ausklingen und trollten uns geschafft in die Heia.  Diese Mal wurde mein „Teamwork on Tour“ – Prunkstück mit einer Grünen Laterne fremdbestückt. Vorweg: Hat dann auf dem Kurs am nächsten Tag auch nicht allzu viel genutzt.

Dieses Mal schaffte es die Frühaufsteher Crew „Teamwork“ tatsächlich sich etwas zurückzuhalten und nicht als erster das tolle Frühstückbüffet zu stürmen. Dank an die Crew, die das immer liebevoll anrichtet.

Vor der Eröffnung und Steuermannsbesprechung wurden noch etliche Kutter gekrant. Da sich das Kranen im vergangenen Jahr als Drahtseilakt entpuppte, da die Drahtseile etwas zu kurz waren und auch Flöhe hatten, hatten wir versprochen Gurte mitzubringen. Die Jungs und Madels von der „Teamwork“ hatten daran gedacht, es nicht vergessen und so wurden die Gurte übereignet. Hoffentlich landen sie nun nicht bei der besagten Stiftung Preußische Schlösser und Gärten in Potsdam, wenn ihr dann vereinnahmt werdet. Sozusagen feindlich übernommen werdet.

Aufgetakelt, das neue Theater Potsdams im Auge, ja Potsdam ist sehr reizvoll geworden. Dann Eröffnung und Steuermannsbesprechung. Dieses Mal mussten wir nicht so lange auf die offizielle Dame warten, es ging wie das Brezelbacken, um in der Sprache unseres Walters zu agieren  - die Offizielle begrüßte, eröffnete und  Michael Hoppe unser Wettfahrtleiter aus Cottbus,  erklärte den Kurs. Raus aufs Wasser, er würde aber auf den letzten warten, es sei denn dieser würde alles aufreizend langsam vonstatten gehen lassen. Es waren immerhin 15 Kutter am Start, im letzten Jahr 17. Acki gab zu, wir haben zu wenig geklingelt. Stimmt wohl und etliche haben gedacht, die Potsdamer gibt es gar nicht mehr. Aber wie wahr das noch – Totgesagte leben länger, das hoffen wir alle für euch. Fünf Wettfahrten sind vorgesehen, nach drei bzw. zwei Wettfahrten soll Mittagspause sein, so gegen 12:00 Uhr.

Wir legen ab, machen noch ein paar Trainingsrunden, denn Walter macht den Job im Vorschiff zwar nicht zum ersten Mal, aber doch seltener. Auch Ellen muss sich erst in unsere Rennkiste eingewöhnen, gelingt ihr aber schnell und gut. Ja, Frauen sind halt nicht so begriffsstutzig wie wir Männer. Es klappt alles ganz gut, wir sind festen Willens den Pokal zu gewinnen.

Leichter Niesel, oder auch keiner, mal abflauende, mal auffrischende Winde. Wie gewohnt drehig um Südsüdwest 1 bis 2 3/4 Bft. Fast idealer Altherrenwind, aber kühl.

1. Wettfahrt:
Kurs: Start – 1 – 2 – 3 – 1 – 3 – Ziel alle Bb ohne Offsetmarke, sogenannter Olympischer, Up and Down wäre auch möglich gewesen. Bei allen Starts wurde dieser Kurs gesegelt. Das Start- bzw. Zielschiff liegt in etwa auf dem ersten Drittel der Kreuze, also ziemlich kurze Kurse. Da muss man halt gut starten.

Start: Wir starten halten uns in luv auf, leider etwas zu weit entfernt von der Startlinie. Und so passiert das, was dann passiert, wenn es so ist, wie eben beschrieben. Wind nimmt zwei Minuten vor dem Start rapide ab, selbst mit Genua nicht mehr pünktlich zu schaffen und dann, dann dreht er auch in Richtung Südost. Wir müssen nun kreuzen, oh Shit! Als wir endlich über die Startlinie gehen, sind die ersten, das sind die „Weltenbummler“ und „Habakuk“ schon an der Bahnmarke 1. Als wir um die BM 1 gehen sind wir drittletzter. Wir holen zwar auf den beiden Raumgängen gut auf, aber im Gesamtklassement ist es nicht berückend. Auf der sich dann anschließend Kreuze geht es recht gut über die Mitte, wir machen fünf Plätze gut, aber zu mehr reicht es nicht. Im Ziel sind wir achter. Na ja, der wird eben gestrichen.

2. Wettfahrt:
Kurs wie gehabt, Winde drehen mehr auf Südwest, weiter schwachwindig etwas auffrischend. Frühstart, allgemeiner Rückruf. Shit, dieses Mal lagen wir gut an der Startlinie. Der nächste Start klappt aber auch ganz gut. Wir ziehen unten in lee raus, alle andern prügeln sich in luv, logisch, da ja der Wetterbericht sagt, Wind soll im Laufe des Tages weiter westlich drehen. Oben kommen wir als zweiter hinter „Zuarin“ an, wir nehmen die Bahnmarke zu eng, Strömung ist vielleicht auch noch ein wenig da, wir kümmern uns mehr um das Spi setzen als um das Bahnmarkenmanöver, rums - so passiert es, dass wir Bahnmarke berühren (genau wie im vergangenen Jahr). Von überall schallt es über den See, wir habend das gesehen, … wir nehmen in Panik den Spi runter. Lassen alle Entgegenkommer passieren und gehen wieder auf den Kurs, um die Bahnmarke erneut zu runden. So passiert es, dass wir völlig ohne Fahrt mit Steuerbord Hubert mit der „Resi“ von Backbord haben. Wir können gar nichts machen, neben uns liegt dito auf Steuerbordbug die „Sanssoussi“ aus Potsdam mit der Jugendtruppe an Bord, dito Ohne Fahrt. Hubert winkt uns durch, wohl auch, weil erkennt, dass das Towohabohu noch weiter verstärkt werden würde, wenn er berechtigt auf sein weggerecht besteht. Danach lassen wir alle anderen Backbordfahrer passieren und haben uns so vom zweiten auf den vorletzten verholt. O Shit! Ich sage gar nichts, weil ich zwischenzeitlich gemerkt habe, was für einen Riesenbockmist wir da gerade gebaut haben. Ich sage auch weiterhin nichts, um die Stimmung weiter hochzuhalten, könnte mir selbst aber in den Ar… beißen. Warum passiert so etwas, Krisensituationen muss man halt auch mal durchspielen, um sie dann im Bedarfsfall zu beherrschen. Eigentlich hatten wir doch davon in diesem Jahr schon genug. Denn ihr wisst schon was ich meine, wir hätten weiterfahren können, hätten uns schön mit Spi freigesegelt, dann unseren Kringel gemacht. Ich schätze das hätte uns vielleicht ein bis zwei Plätze gekostet, denn die die „Zuarin“ hinter denen wir an BM 1 lagen sind meilenweit weg. So in etwa wäre es uns wohl ergangen, denn der Wind verabschiedet sich ein wenig auf dem Raumgang. Frischte dann später wieder aber ein wenig auf so dass die ersten uneinholbar ihre Kreise zogen. Dazu hätten wir auch gehören können. Ja, wieder Aufholjagd. Wie in Wettfahrt davor schaffen wir wieder Platz acht. Noch ein Streicher. Die „Zuarin“ gewinnt vor „Weltenbummler“ und „Merlin 4.0“. Dann ist das Mittagessen angesetzt.

Wir fahren ran, Boot tüdern, Segel runter, Wasser lassen. Dann nehmen wir das Mittagessen zu uns und vergammeln untern Strich die zwei besten Windstunden des Tages an Land. Ich mag diese Regatten mit dem Brake nicht, weil wegen des Windes, der meist über Mittag gut weht und auch der Rhythmusunterbrechung. Ich frage nach, sie machen das wegen der Kälte und des Wetters usw. Ich sage ihnen: Zum Nikolaus etwas weiter südlich ist es meistens noch kälter und es wird das heiße Getränk auf dem See zwischen den Wettfahrten gereicht. Ja liebe Potsdamer von Freunden lernen heißt siegen lernen. Ich werde im nächsten Jahr sowieso kein Mittagessen mehr buchen.

Vor der nächsten Wettfahrt nehmen wir einen 7.Mann mit an Bord, und zwar den Ober-geschenkeannehmer von der „Nautilus“, den von uns allen geschätzten Mezut. Er war als Schlachtenbummler und eingefleischter Rundselanhänger nach Potsdam gekommen und ließ sich nicht lange nötigen, bei uns mit einzusteigen. Er macht jetzt den Part des Vorschiffes, Ellen greift mir unter die Arme, wie die Arme sich auch vieles gereimtes und ungereimtes so im Laufe des Tages anhören musste. Ja bei uns kann man viel lernen, brauchbares und unbrauchbares. Hoffentlich kannst du das filtern…aber ich denke schon.
Dann wieder raus.

3. Wettfahrt:
Kurs wie gehabt, Winde drehen mehr auf Südwest, weiter schwachwindig etwas abflauend. Start klappt. Wir ziehen in wieder lee raus, kommen oben an 5. Position auf Tuchfühlung zum dritten und vierten an. Die Führenden, das sind die „Preußen“ und die „Habakuk“, sind ganz in luv gestartet und kommen tatsächlich mit fast einem Schlag über die Startkreuze und haben schon ein gutes Polster. Wir drehen unsere Runden, gehen in der zweiten Kreuz über die Mitte, schnappen uns zwei Kutter, da war natürlich Glück dabei und sind nun Dritter. Das bleiben wir auch bis ins Ziel. Es gewinnt die „Preußen“ vor „Habakuk“. Ja, wir sind uns einig, das hat wohl an Mezut gelegen und unser Tatendrang ist riesig.

4. Wettfahrt:
Kurs wie gehabt, Winde drehen mehr auf Südwest, weiter schwachwindig etwas abflauend. Start klappt. Wir ziehen wieder mit langem Backbordschlag unten raus. Als Bahnmarke 1 in Peilung auf 5 Uhr liegt, legen wir um. Zu früh wie sich später herausstellt. Wind dreht nämlich weiter auf West. Anfangs laufen wir weit besser als die weiter ober liegenden, wir sehen uns schon als erster, na ja wenigstens als zweiter um die BM 1 gehen. Aber da schläft der Wind bei uns, dreht zu unseren Ungunsten und wir müssen alle passieren lassen. Als wir um die Bahnmarke 1 gehen sind wir mit Abstand letzter. O Graus! Wieder Aufholjagd, es langt aber nur zum Platz 12. Es gewinnt wieder die „Preußen“ vor „Resi“ und „Nr. 7“. Ja, da hat der Mezutbonus nur für eine Wettfahrt gereicht. Mezut daran musst du noch arbeiten.

Uff, nun wollten wir Ellen mal zeigen wie toll wir segeln können und dann das. Ellen hat sich sicherlich gefragt und die sollen in ihrer Laufbahn schon so viele tolle Platzierungen eingefahren haben, da haben die bestimmt viel viel Glück gehabt oder, ja vielleicht liegt es an mir??? Nein, nein, liebe Ellen an dir hat das nicht gelegen, im Gegenteil. Ich behaupte sogar, so schlecht sind wir nicht gesegelt, nur die anderen waren heute halt besser. Und wir haben wieder dazugelernt, und das nachhaltig! Und das ist gut so.

Wir fahren an die Steganlagen takeln ab, riggen ab. Wollen gerade nach getaner Arbeit ein Zwischenbier trinken, da kommt ein Bote des Wettfahrtleiters. Wer ist Carsten: Ich - Wieso? Ja da gibt es Proteste und ich soll von Micha fragen, ob du die Verhandlung durchführen kannst. Na ja, Micha kannste das nicht abschlagen, also sage ich zu. Micha kommt später und fragt ob er und die gesamte Jugendgruppe des Potsdamer Seesportclubs der Protestverhandlung beiwohnen dürfen, weil sie etwas lernen wollte. Ich sage zu unter dem Vorbehalt, dass die beiden Protestparteien als auch meine Beisitzer damit einverstanden sein müssen. Die sind es. Wir verhandeln den Protest zwischen „Zuarin“ und „Weltenbummler“ zwischen 17:00 Und 18:00 Uhr. Eine Stunde lang. Mein lieber Micha, immer wenn du Wettfahrtleiter bist, muss ich auf mein wohlverdientes von Katja präsentiertes Ankommermineralienauffrischgetränk verzichten (nur deshalb kommt Katja nach Potsdam, na ja, nebenbei kann man ja auch noch ein paar Outlets und Freundinnen besuchen…).

Das nächste Mal wenn wir im Raum Potsdam/Rangsdorf segeln, schaue ich in die Ausschreibung, nach dem Motto: Wer ist denn WFL? Und dann werde ich falls du es bist, mein lieber Micha, meiner Crew unter Vortäuschung irgendwelcher Tatsachen absagen. Aber es hatte ja auch sein Gutes diese Verhandlung, die Crew musste ohne meine Hilfe alleine slippen und verpacken. Machen sie natürlich gerne. Nein Micha, auch ich habe es gerne gemacht und ich glaube durch die Zuhörer/Zuschauer und alle Beteiligten war es eine besondere Protestverhandlung. Für mich auch, also immer wieder gerne.

Apropos Fahrgastschiffe. Im vergangenen Jahr schrieb ich: Es gab solche und solche. In diesem Jahr haben alle auf gestoppt, als sie sahen hier wird Regatta gesegelt oder sind um das Feld herumgefahren. Tolle Geste, danke auch dafür. Schlimmer sind da die zivilen Motorboote, die sowohl mitten durch die Ziellinie als auch durchs Feld fuhren. Unsportlich!!! Da wir einige Neulinge an Bord hatten habe ich schnell noch Mal die Bockwurstgeschichte vom Müggelsee aufgetischt. Wer sie nicht kennt, kann gerne bei mir nachfragen.

Ja nach der Verhandlung Käffchen von Ellen am Wohnquartier, Pfannkuchen  und Nonnefötzchen von Walter, Duschen, Abendveranstaltung in Bootshalle mit Wärmegerät im Rücken. Am frühen Abend dann die Siegerehrung:
Es gewinnen wieder die „Weltis“ (Steuermann Heiko Grambow) knapp vor der „Preußen“ (Steuermann Acki), die ganz souverän die beiden letzten Wettfahrten für sich entschieden. Dritter wird die „Zuarin“ (Steuermann Christian Wandel); vierter wird die „Habakuk“ (Steuermann Malte Sauerbrey), fünfter wird die „Resi“ (Steuermann Hubert Zisch), sechster „Teamwork.
Es war wieder ein verdammt schwieriges Segeln und letztlich war erheblich mehr drin. Das Segeln auf diesem Revier hat aber Spaß gemacht. Glückwunsch den Siegern und Platzierten, die mit etlichen „Kutter geil!“ Rufen bedacht werden.

Acki der Allrounder macht wieder Musike, kümmert sich hier, kümmert sich da. Wir kommunizieren.  Wir feiern die Sieger und uns und trollen uns irgendwann in die Heia. Am Sonntagmorgen früh raus. Wir die „Teamworker“ (außer Tüdel) leiden alle an seniler Bettflucht, sind wieder nicht die Frühstücksersten, liegt daran, dass wir immer auf Tüdel warten müssen ;). Da ist Acki auch schon wieder am Kümmern und Wirbeln. Solche Leute braucht es mehr, aber leider sterben die wohl aus. Wir verabschieden uns von der Crew, vom Gastgeber, von Potsdam.

Ihr Jungs da am Tiefen See passt auf, dass euch die Immobilienhaie nicht über den Tisch ziehen, denn wir wollen wieder mal bei euch segeln und eure Gastfreundschaft genießen dürfen und den See verstehen lernen. War toll bei euch! Wir danken Euch und Acki mit einem großen vom Herzen kommenden Kutterdankegeil!!!

Goode Wind!

Carsten von der Teamworkcrew

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