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WVG begrüßte Segler aus ganz Mecklenburg-Vorpommern

Am Wochenende startete der Güstrower Einhandpokal auf dem Inselsee. Bereits zum 6. Mal lud der Wassersport-Verein-Güstrow 1928 e.V. (WVG) Segler der Jugendklassen Optimist und Laser zu sich auf den Inselsee. Seinen Namen verdankt der Pokal, weil nur Bootsklassen geladen sind, die von einer Hand gesegelt werden bzw. mit einer Person besetzt sind.

46 Boote aus Schwerin, Röbel, Hohen Viecheln, Sternberg und Plau am See fanden den Weg nach Güstrow. Mit 41 Booten war die Klasse Optimist am stärksten vertreten. „Das Meldeergebnis der Optimisten hat sich fast verdreifacht. Ich denke, dass es uns gelungen ist, diese Regatta gegen die starke Konkurrenz zu etablieren. Zeitgleich zu unserer Güstrower Regatta fand auch das Blaue Band der Warnow in Rostock statt. Dort waren alle Rostocker Vereine mit fast 80 Optimisten- und Laserseglern vertreten. Dennoch konnten wir unser Meldeergebnis gegenüber 2016 bei den Optimisten deutlich steigern“, so Peter Anders, Vorsitzender der WVG. Bei den Lasern wurden hingegen nur fünf Meldungen verzeichnet; zugleich gab es alleine sieben Absagen wegen Krankheit.

Die Farben des gastgebenden WVG vertraten die Optimistensegler Mads-Ove Pagel (12 Jahre), Victoria Hinz (12), Robin Mockenhaupt (13) und Anna-Sophia Kastann (13). „Unsere Optigruppe trainiert zweimal in der Woche und segelt inzwischen auch auf anderen Revieren. Erste Erfolge sind zu verzeichnen, aber nur wer kontinuierlich trainiert, segelt auch an der Spitze“, erläutert Ludger Jacobs, Jugendobmann des WVG.

Gut vertreten war der WVG auch bei der Klasse der Laser 4.7 mit Theo Ranis (17 Jahre), Johann Wiedewald (16) und Nina Müller (13).

Aufgrund des Nebels und mangels Wind verschob Wettfahrtleiter Jörg Hillenberg (WVG) zunächst den Start auf den Nachmittag. Als der Nebel sich gelichtet hatte, konnte er direkt vor den Bootshäusern zwischen Kurhaus und Stadtsteg bei leichten Winden um 2 bis 3 Beaufort alle Boote auf den Kurs schicken. Nach vier Wettfahrten am Sonnabend und zwei Wettfahrten am Sonntag stand das Endergebnis fest.

Wieder einmal unterstrichen die Röbeler, dass sie eine hervorragende Jugendarbeit haben. Joris Leiskau (10 Jahre) vom Röbler-Segler Verein „Müritz“ (RSVM) belegte in allen sechs Wettfahrten Platz eins und gewann souverän den 6. Einhandpokal. Die Plätze zwei und drei gingen nach Schwerin an Theodor Schmidt (10) und Lewin Winter (11). Kiran Hirthe (12) vom Segelverein Güstrow e. V. belegte als bester Güstrower Platz vier.

Die Optimistensegler vom WVG waren fast durchweg im ersten Drittel des Feldes zu finden. Insbesondere Robin Mockenhaupt, der erst seine zweite Regatta segelte, ließ mit den Plätzen 3 und 4 aufhorchen und belegte insgesamt einen hervorragenden 9. Platz, wobei auf Platz 5 nur fünf Punkte fehlten. Mads-Ove Pagel segelte sehr souverän je zweimal auf Platz 14 und 16 und einmal auch auf Platz 6, sodass insgesamt ein guter 14. Platz heraussprang. Licht und Schatten zeigte Victoria Hinz, die sowohl dreimal in die Topten (3, 9, 9) als auch dreimal weiter hinten (25, 27, 29) segelte. Insgesamt wurde sie 17. und deutete an, was möglich ist. Die erst seit einem Jahr segelnde Anna-Sophia Kastann beendete nur drei von sechs Wettfahrten, ließ aber auch hier 10 bis 14 Boote hinter sich.

Bei den Laser 4.7 konnte der WVG einem Heimsieg verzeichnen. Nach engem Kampf gewann Theo Ranis (WVG) nach sechs Wettfahrten und den Einzelplätzen 1, 1, 2, 2, 3 mit nur einem Punkt vor Elias Hackkbart (Hohen Viecheln) und Thor Henke (Segelverein Güstrow e. V.). Dabei leistete der Drittplatzierte Thor Henke Güstrower Schützenhilfe, denn ohne seinen Tagessieg in der letzten Wettfahrt, hätte Theo Ranis nicht gewonnen.

„Wir können insgesamt mit der Veranstaltung sehr zufrieden sein und hoffen, es hat den Seglern gefallen. Gerne möchten wir alle und vor allem dann auch mehr Lasersegler 2018 begrüßen. Viele Jugendsegler und Trainer haben uns mitgeteilt, dass sie unsere Regatta anderen Revieren vorziehen. Das ist ein tolles Kompliment“, zog der WVG‑Vorsitzende Peter Anders ein Fazit.

Schon in rund drei Wochen veranstaltet der WVG 1928 e. V. mit Ranglistenregatten der Piraten und den olympischen Finn-Dinghys um „Nebelbeil“ und „Nebelwelle“ erneut Segelwettkämpfe auf dem Inselsee.

Jörn-Christoph Jansen

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